WirtschaftskreislaufWirtschaftspolitik in der sozialen Marktwirtschaft
=> sie kann mehr produzieren
Ausgangspunkt ist die Analyse der arbeitsteiligen Herstellung von Gütern und Leistungen, welche die Grundlagen des materiellen Wohlstandes einer Gesellschaft bilden. Hierbei bedient man sich der Abbildung einer Volkswirtschaft als Kreislauf. Die in einem solchen Kreislauf fließenden Ströme sind ihrer Art nach entweder Realströme (Güter, Dienst- und Faktorleistungen) oder Geldströme. Man kann zeigen, dass jeder Realstrom einen umgekehrt gerichteten Geldstrom "als Partner" hat, der dem Realstrom wertgleich ist, z.B. Güterkäufe und Geld für Güterkäufe oder Faktorleistungen und Faktorentgelte. Diese enge Zuordnung und die Wertgleichheit erlauben es, in den Darstellungen auf eine Stromart zu verzichten und nur die andere, in der Regel Geldströme abzubilden. Die Wirtschaftssubjekte, zwischen denen die Ströme fließen, werden Pole genannt. Je nachdem wie detailliert man eine Volkswirtschaft betrachtet, werden die Pole untergliedert. In einer allgemeinen Darstellung unterscheidet man zunächst zwischen Unternehmen, Haushalten und dem Staat (öffentliche Haushalte) sowie den sog. Kapitalsammelstellen (Banken und Versicherungen) dem Ausland ("übrige Welt").
Die Abbildung zeigt eine solche Volkswirtschaft als geschlossenen Kreislauf, d.h. aus ihm gibt es keine Abströme und in ihn keine Zuflüsse. Der Pol "Ausland" ermöglicht die Darstellung einer offenen Volkswirtschaft in einem geschlossen Kreislauf. Wilhelm Krelle, deutscher Ökonom, geb. 1916 In einem Geschlossen Kreislauf gilt, dass an jedem Pol die Summe der Zuströme gleich der Summe der Abströme ist (Krelle-Axiom), wobei entstehende Differenzen (Salden) als Zu- bzw. Abstrom an anderen Polen wiederzufinden ist.
Dies ermöglicht die Darstellung in einem volkswirtschaftlichen Kontensystem, wie es zum Beispiel das Statistische Bundesamt für Deutschland aufstellt. Die in den Konten aufgeführten Ströme dienen der Ermittlung der Wirtschaftsleistung. Zur besseren Darstellung werden wird jedem Pol ein Produktions-, ein daraus resultierendes Einkommens- und ein wiederum daraus abgeleitetes Vermögenskonto zugewiesen. Da in den Haushalten keine Erzeugung von Gütern und Leistungen für den Austausch stattfindet, haben sie kein Produktionskonto. Der Staat hingegen stellt öffentliche Güter (Bildung, Verwaltung, Sicherheit etc. her) und "kauft diese quasi bei sich selbst", d.h. er finanziert sie durch Geld von seinem durch Steuern "gefüllten" Einkommenskonto. Sozialprodukt
Das Sozialprodukt (SP) ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einer Periode. Es entspricht dem Wert aller in einer Periode produzierten Güter (Waren und Dienstleistungen), jedoch ohne die Güter, die als Vorleistungen bei der Produktion verbraucht wurden. Das Sozialprodukt enthält keine Erwerbsund Vermögenseinkommen, die an Ausländer fließen, schließt dagegen entsprechende Einkommen ein, die Inländer aus dem Ausland beziehen. Werden vom Bruttosozialprodukt die Abschreibungen auf das Anlagevermögen abgezogen, erhält man das Nettosozialprodukt. Je nach Berücksichtigung der indirekten Steuern und Subventionen spricht man vom SP zu Markt preisen oder vom SP zu Faktorkosten. Das SP zu Faktorkosten ist identisch mit dem Volkseinkommen. Das SP kann grundsätzlich von drei Seiten her berechnet werden, nämlich von der Entstehungs-, der Verwendungs- und der Verteilungsseite. Die statistischen Grundlagen erlauben zurzeit jedoch nur unmittelbare Berechnungen des SP von der Entstehungs- und der Verwendungsseite des Bruttosozialprodukts. Konjunktur und Konjunkturpolitik Die Konjunktur ist die Verbindung verschiedener Wechsellagen in der Wirtschaft (lat. conjungere = Verbinden von 2 Punkten). Die wirtschaftliche Entwicklung der Volkswirtschaft vollzieht sich nicht gleichmäßig. Sie ist vielmehr durch ein mehr oder weniger regelmäßiges Auf und Ab der ökonomischen Aktivitäten gekennzeichnet.
Über die Ursachen der Schwankungen gibt es sehr unterschiedliche Theorien, eine für alle bisherigen Schwankungen geltende Erklärung existiert aber nicht.
Konjunkturverlauf Das Auf und Ab des Wirtschaftsgeschehens erfolgt in einer Art von Wellenbewegung. Die Konjunktur umfasst mittelfristige Schwankungen der wirtschaftlichen Aktivitäten, dauert länger als ein Jahr und schwankt um den langfristigen Trend. Konjunkturelle Schwankungen erfassen das gesamte Wirtschaftsgeschehen. Eine Welle, d. h. ein Konjunkturzyklus, lässt sich in verschiedene Phasen aufteilen. Der Konjunkturverlauf wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst (z. B. optimistische oder pessimistische Erwartungen).
Dabei folgen die Kosten- und Preisentwicklung der Mengenentwicklung mit einer zeitlichen Verzögerung. Die Konjunkturindikatoren bilden die Grundlage der Konjunkturforschung.
Konjunkturzyklen
Konjunkturschwankungen verlaufen mit einer gewissen Regelmäßigkeit in einer wellenförmigen Bewegung, die als Konjunkturzyklus bezeichnet wird. Der Zyklus dauert ca. 3 bis 6 Jahre (im Einzelfall auch über 10 Jahre). In den Phasen Aufschwung und Abschwung werden die einzelnen Etappen
unterschieden.
Für jede Etappe sind spezifische Merkmale und eine unterschiedliche Ausprägung der Konjunkturindikatoren feststellbar. Außerdem ist jeder Konjunkturzyklus durch eine unterschiedliche Kombination von Verursachungsfaktoren gekennzeichnet, die erst nachträglich festgestellt werden kann. Wirtschaftsschwankungen
Die volkswirtschaftliche Güter- und Geldströme verlaufen nicht harmonisch, sondern sind ständig Veränderungen unterworfen; diese werden als Wirtschaftsschwankungen bezeichnet.
Saisonale Schwankungen
Strukturelle Schwankungen
Konjunkturelle Schwankungen
Wachstum und Wachstumspolitik
Wirtschaftswachstum wird gemessen durch den Vergleich des Sozialprodukts aufeinanderfolgender Jahre. Wird das Sozialprodukt mit den Preisen es jeweiligen Jahres bewertet, spricht man vom nominalen Wirtschaftswachstum, d.h. in der Wachstumsrate sind Preissteigerungen enthalten. Bewertet man zu Preisen eines bestimmten Basisjahres, ermittelt man vom realen Wirtschaftswachstum. Da in diesem Fall Preisbewegungen ausgeschaltet sind, ist eine Zunahme des Sozialproduktes nur auf eine Vermehrung der erstellten Güter und Dienstleistungen zurückzuführen. Steigt in einem bestimmten Jahr das Sozialprodukt (Volkseinkommen) stärker als die Preissteigerungsrate, liegt ebenfalls reales Wirtschaftswachstum vor.
Das quantitative(rein mengenmäßige)Wachstum beinhaltet folgende Gefahren
Aufgrund dieser Gefahren wird das quantitative durch das qualitative Wachstum ersetzt, welches zu mehr Lebensqualität führen soll, und zwar durch
© acara-online.de Aktualisiert am Mittwoch, 29. Juli 2009 um 10:54 Geschrieben von: Matthias Diegeler Freitag, 22. Mai 2009 um 08:16 |
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