BerichtshefteAusbildungsnachweise / Berichtsheft für kaufmännische Ausbildungsberufe
![]() Die Ausbildungsnachweise sind wöchentlich, mindestens aber zweimal monatlich wahrheitsgemäß und vollständig zu führen. Sie sind vom Auszubildenden, dem Ausbilder, dem Betriebsrat und (bei Minderjährigen) den Erziehungsberechtigten monatlich zu unterschreiben. Die Ausbildungsnachweise sind stichwortartig über die durchgeführte Ausbildungstätigkeit einschließlich der betrieblichen, überbetrieblichen und schulischen Unterweisung anzufertigen (vgl. unten stehende Beispiele). Eine zusätzliche Seite ist für evtl. zusätzliche, ausführlichere Berichte vorgesehen. Die Ausführung erfolgt während der Ausbildungszeit im Betrieb. Bei jedem Wechsel der Ausbildungsabteilung bzw. des Ausbildungsabschnittes ist in der Tabelle "Ausbildungsgang" eine entsprechende Eintragung zu machen. Die ausgefüllten Ausbildungsnachweise sind zur Abschlussprüfung
vorzulegen. Wer die Ausbildungsnachweise nicht oder unvollständig
geführt hat, kann von der Teilnahme ausgeschlossen werden.
Eintragungsbeispiele für verschiedene kaufmännische Ausbildungsberufe
Die Muster zeigen, wie richtig ausgeführte Ausbildungsnachweise geschrieben werden können. Die ausgeführten Arbeiten sind in Stichworten möglichst genau zu beschreiben. Es genügt nicht, einfach zu schreiben: "Im Lager sortiert", sondern es soll in diesem Fall genauer heißen: "Artikel nach Spezifikation wie Qualität, Größe, Farbe usw. anhand des beigefügten Lieferscheins verglichen und abgehakt." Verkäufer/-in
Neu eingetroffene Blusen nach Größe und Farben auf die Ständer gehängt. Packmaterial bereitgestellt.Ware kontrolliert nach: Größenkennzeichnung, Preisauszeichnung, fehlenden Knöpfen. Mithilfe beim Verkauf: Kunden begrüßt, Kundenwünsche ermittelt, Kunden zu den gewünschten Größen geführt, verkaufte Waren verpackt und den Kunden ausgehändigt. Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel
Eingegangene Warensendungen (Pakete, Päckchen, Expreßgüter, Ballen) ausgepackt und Inhalt entnommen.Artikel nach Spezifikation wie Qualität, Größe, Farbe usw. anhand des beigefügten Lieferscheins verglichen und abgehakt.Lieferscheine mit den Einkaufsaufträgen verglichen und gelieferte Mengen vermerkt. Teillieferungen wurden mit "T" gekennzeichnet. Industriekaufmann/-frau
Einkaufsbedarf durch Kontrolle und Mengenaufnahme im Rohwarenlager ermittelt und festgestellte Zahlen für Ausschreibung der Aufträge weitergegeben. Angebotsvergleiche durchgeführt; dabei Gegenüberstellung der Preise, Lieferungs- und Zahlungsbedingungen beachtet und günstigstes Ergebnis zur Prüfung vorgelegt. Einkaufsrechnungen auf rechnerische und mengenmäßige Richtigkeit überprüft. Bei festgestellten Fehlern entsprechende Position angekreuzt und zur Beanstandung dem Sachbearbeiter übergeben. Versicherungskaufmann/-frau
Schadenabteilung: Kleineren Schadenfall selbständig bearbeitet. Den Schaden dem Grunde und der Höhe nach festgestellt, den erforderlichen Schriftwechsel sowohl mit dem Versicherungsnehmer als auch mit der Geschäftsstelle geführt, buchungstechnischen Weg der Zahlungsanweisung kennengelernt. Hotelfachmann/-frau
Mitarbeit am Empfang: Gäste begrüßt und registriert; Gästefragen beantwortet; Telefon bedient; Zimmerbestellungen entgegengenommen; Auskünfte erteilt; Belegungs- und Anzahlungsbuch geschrieben; Schlüsselbuch geführt und Statistik aufgestellt; Rechnungen geschrieben und geprüft. Quelle: IHK Hannover Aktualisiert am Dienstag, 05. Januar 2010 um 13:56 Geschrieben von: Matthias Diegeler Samstag, 10. Januar 2009 um 11:36 |
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